Im Jahr 2014, zu meiner Anfangszeit in der Konzertfotografie, lernte ich den britischen Schlagzeuger James Stewart während einer Show seiner damaligen Band Vader (PL) in Deutschland kennen. Anfangs waren es nur ein paar flüchtige Blickkontakte, doch einige Monate später trafen wir uns zufällig auf einem anderen Festival wieder. Ab da erhielt ich nach und nach Einladungen zu Konzerten von ihm, die ich annahm, und begleitete ihn über eine lange Zeit mit meiner Kamera. So entstand unsere Freundschaft.
Als ich erfuhr, dass James sein eigenes Business als Schlagzeuger aufbaute, gestaltete ich für ihn ein Logo, das sowohl seine Persönlichkeit als auch seine extreme Spielweise widerspiegeln sollte: ein Schriftzug „James Stewart“ bzw. sein Initial „JS“ in einem Drumhoop mit zehn Ecken.


Die Website war lange ein Thema, doch im Laufe der Jahre verloren wir uns etwas aus den Augen, und das Projekt ruhte. Dieses Jahr habe ich mich entschieden, seine Website neu aufzubauen.
James ist ständig unterwegs und in vielen Projekten aktiv, daher war es mir wichtig, eine Website zu entwickeln, die leicht wartbar ist und nur die wichtigsten Informationen enthält – nach seinem Motto: Let’s keep it short and sweet. Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook ist er ohnehin sehr präsent. Die Website soll daher als eine einfache, aber schöne Visitenkarte für James dienen.



Obwohl die Website auf den ersten Blick schlicht wirkt, steckt viel Arbeit darin. James spielt in zahlreichen Bands, ist extrem produktiv und ständig on Tour. Ich habe daher viel Zeit darauf verwendet, alle Alben, Singles und Releases zu sammeln und seine Bandliste zu strukturieren, um sie übersichtlich auf der Website darzustellen.
Für die Tourdaten habe ich mich für eine klassische Tabelle als Lösung entschieden, die mit Custom Post Types umgesetzt wurde. Eine Integration über Bandsintown stand zwar im Raum, wäre jedoch aufgrund seiner vielen Bands zu kompliziert gewesen. Die Tabelle muss zwar manuell gepflegt werden, die Einträge erscheinen jedoch automatisch unter „Upcoming Shows“, solange das Datum in der Zukunft liegt, und wandern nach dem Konzert zu „Past Shows“, sobald das Event vorbei ist. Kurze, klare Darstellung – ganz im Sinne von short and sweet.

Ich bin sehr zufrieden mit der Website, die ich innerhalb weniger Wochen umsetzen konnte. Die Datensammlung im Vorfeld hat zwar mehrere Monate gedauert, aber ich habe in aller Ruhe daran gearbeitet, wann immer ich etwas Zeit gefunden habe – also eher gechillt.
Mein Ziel war es, eine einfach gehaltene Website zu gestalten, die sowohl seine Musik als auch seine Persönlichkeit widerspiegelt, ohne zu stark in Richtung „Extreme Metal“ zu gehen.
James ist zwar als „Extreme Metal Drummer“ bekannt, aber im Kern eine unkomplizierte Persönlichkeit. Er vertraute mir in allen Design- und Webentscheidungen, was die Arbeit besonders angenehm und kreativ gemacht hat. Dafür bin ich ihm sehr dankbar – und der Spaß an diesem Projekt war riesig.
