Die Wiener Rock-/Metal-’n’-Roll-Band Ecliptica stand am 22. November 2025 nach 20 Jahren Bandgeschichte zum letzten Mal auf der Bühne. Da an diesem Abend auch Brewtality spielten – eine Band, die ich mittlerweile gut kenne – war für mich relativ schnell klar, dass ich dort fotografieren möchte.
Ecliptica haben für mich einen besonderen Platz in meiner fotografischen Geschichte: Sie gehören zu den ersten Bands überhaupt, die ich 2011 vor die Linse bekommen habe – damals, als ich noch ganz am Anfang meiner Konzertfotografie stand. Seitdem habe ich sie über die Jahre relativ oft erlebt und fotografiert, verlor sie jedoch aus den Augen, da ich selbst auf Tour ging. Dennoch schätze ich diese Band und ihre Bühnenshows sehr – und es ist schön, nach so langer Zeit wieder einmal die vertrauten Gesichter auf der Bühne zu sehen.
Die Bands an diesem Abend
Beim 14. Rock The Night spielten neben Ecliptica auch Brewtality (wie schon erwähnt), Black Tape Suicide und Star Crystal.
Ecliptica wurde 2005 von Markus Winkler ins Leben gerufen. Ihr Stil mischt Power Metal, Hard Rock und „Metal ’n’ Roll“, oft mit charakteristischen Duetten aus männlichem und weiblichem Gesang.
Im Laufe ihrer Karriere veröffentlichten sie mehrere Alben und entwickelten ihren Sound dabei stetig weiter. Live waren Ecliptica äußerst aktiv: Sie spielten unzählige Shows, bauten sich eine treue Fangemeinde auf und standen sogar auf dem Wacken Open Air.
Brewtality (Wien): Ein Power-Trio, inspiriert von Hard Rock und Rock’n’Roll der 70er Jahre. Quasi: Wilde Jungs. Black Tape Suicide, ebenfalls aus Wien, spielt eine Mischung aus Heavy Rock, Blues und Punk. Star Crystal aus der Ukraine bringt melodischen, theatralischen Glam Metal der 80er auf die Bühne.
Die Stimmung war vom ersten Ton an großartig. Das Publikum war bestens gelaunt, und jede Band lieferte eine starke Show ab. Besonders Brewtality war richtig gut – und auch eine Herausforderung zu fotografieren, im positivsten Sinne.
Brewtality on stage










Ein letztes Mal auf der Bühne
Richtig emotional wurde es dann bei Ecliptica. Noch bevor es losging, lief eine kleine Fotozusammenstellung aus zwei Jahrzehnten Bandgeschichte – ein schöner Rückblick, der vielen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Die Show selbst war druckvoll und voller Leidenschaft. Man hat gemerkt, wie viel ihnen dieser Abend bedeutet. Das Publikum, zum Großteil langjährige Fans, war laut, warmherzig und voller Dankbarkeit. Besonders schön war auch, dass ehemalige Bandmitglieder für ein paar Songs zurückgekehrt sind.
Ich konnte zwar nicht lange bleiben, aber für viele starke Momente und gute Fotos hat es auf jeden Fall gereicht. Für mich war es nicht nur musikalisch ein besonderer Abend, sondern auch menschlich. Ich habe viele Leute wiedergetroffen, die ich lange nicht mehr gesehen habe, hatte schöne Gespräche und viele Augenblicke, die ich so schnell nicht vergessen werde – und das innerhalb von nur fünf bis sechs Stunden. Ein großes Dankeschön an die Bands, den Veranstalter und auch an die Musikfans für diesen tollen Abend.
Was Ecliptica von nun an macht – ob mehr Zeit mit der Familie, neue Musik oder etwas völlig anderes – ich wünsche ihnen von Herzen nur das Beste.
Ecliptica on stage









