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Peak Week: Die härteste Trainingswoche

Da ist sie wieder, die Peak Week: eine Woche mit dem Maximum an Trainingskilometern – und so gesehen auch die härteste Trainingswoche.

Während ich diesen Blogeintrag – mein kleines Tagebuch – schreibe, habe ich soeben alle Trainingseinheiten dieser Woche hinter mich gebracht: insgesamt 75,4 Kilometer. Und es war sehr … challenging. Am heutigen Tag standen zwei Läufe an: in der Früh 12 km mit 10 km Pace 5:35 durchgehend und schließlich am Abend 12 km mit einem langsamen Pace von 6:40.

Intensiv? Absolut. Besonders in der Früh. Normalerweise wäre dieses Tempo für mich nicht so schlimm, aber nachdem ich am Freitag bereits 10 Kilometer mit 14 Intervallen und am Samstag 20 Kilometer langsam (6:27) gelaufen bin, fühlte sich der heutige Tempolauf doppelt so hart an.

Meine Beine beschweren sich gerade. Lautstark.

Überraschenderweise konnte ich mithalten – und ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Zugegeben: mit zwei kurzen 30-Sekunden-Pausen, um mich umzuziehen (zu warm angezogen) und am Ende einen Schluck Wasser zu nehmen. Auf den letzten zwei Kilometern halluzinierte ich leicht, konnte die Geschwindigkeit aber trotzdem noch halten.

Beim Start fragte ich mich, wie ich das Tempo überhaupt halten sollte. Schon das Warm-up mit einem Pace von 6:40–7:00 war hart, besonders weil ich es nicht gewohnt bin, am Wochenende so früh aufzustehen (ich weiß, daran muss ich noch arbeiten – aber das Spätaufstehen am Wochenende liebe ich einfach zu sehr).

Während des Laufs wechselte mein Tempo ständig – mal zu schnell, dann fehlte mir die Luft, dann wieder etwas langsamer und schließlich wieder schneller. Trotzdem blieb mein Ziel klar: den Lauf durchziehen, ohne zu viele Pausen. Ich stellte mir vor, ich würde gerade den Marathon selbst laufen – mentales Training, wie ein guter Freund es mir sagen würde. Passend dazu lief auf meiner Playlist ein altes Slayer-Album, lange nicht mehr gehört. Es hat mir definitiv den nötigen Push gegeben.

Am Abend habe ich dann irgendwie noch diese 12 km geschafft, mit Müh und Not. Meine Beine waren schon müde von allen Einheiten, besonders die letzten 4 km waren super schwer. Ich habe nur noch gedacht:

Alter, ich will nicht mehr. Und danach werde ich mich keinen Millimeter bewegen. Nicht mal für ein Getränk.

Ab nächster Woche wird sich mein Training etwas ändern: Die langen, langsamen Läufe stehen nicht mehr so im Vordergrund – stattdessen geht es darum, schneller zu werden, an der Geschwindigkeit zu arbeiten und die Wettkampfform zu schärfen.

Ist ja nicht mehr lange bis zum Marathon.